Die Graphische Sammlung der Universität Erlangen-Nürnberg

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Meister der Berliner Herpin-Handschrift
Jugendliches Paar
Feder in Braun auf Bütten, um 1490

Die Graphische Sammlung der Universität Erlangen-Nürnberg gilt als einziges unversehrt erhaltenes Zeugnis der großen Nürnberger Kunstsammlertradition: Was zunächst in Nürnberger Künstlerwerkstätten im 14. und 15. Jahrhundert aus arbeitstechnischer Notwendigkeit aufbewahrt wurde – Musterblätter, Skizzen, Kompositionsentwürfe, Sicherheitskopien oder auch selbständige Arbeiten in Farbe – fand recht bald das Interesse kunstsinniger Kaufleute.

Vermutlich im 17. Jahrhundert gelangten die Blätter in den Besitz der Markgrafen von Brandenburg-Ansbach und wurden Teil ihrer umfangreichen Kunstsammlung. Als die Markgrafschaft Ende des 18. Jahrhunderts an Preußen fiel, wurden die Graphiken im Winter 1805/1806 zusammen mit den Beständen der Ansbacher Schlossbibliothek der Erlanger Universitätsbibliothek übergeben, wo sie bis heute aufbewahrt werden.

Sicher nicht im Umfang, aber ohne Zweifel in ihrem künstlerischen Wert kann sich die Erlanger Sammlung mit den großen graphischen Sammlungen messen. Was die nordeuropäische Kunst des 15. und 16. Jahrhunderts betrifft, gehört sie neben Paris, Wien, Berlin und New York zu den weltweit wichtigsten ihrer Art. Kunstkennern ist sie wohlbekannt. Regelmäßig treffen Leihgesuche der großen internationalen Museen ein; Erlanger Zeichnungen sind auf fast allen bedeutenden Ausstellungen zu finden, die sich mit Zeichnungen des 15. bis 17. Jahrhunderts befassen.

Die Zeichnungen werden nach und nach in die Digitale Sammlung der Universit├Ątsbibliothek eingestellt.